Formen pädagogischer Arbeit

Nicht auf die Perfektion kommt es an, sondern auf die Lebendigkeit und innere Beziehung der Kinder zu dem, was sie tun.

Die Grundlage der Erziehungskonzeption für unsere Einrichtung ist ein ganzheitliches, christliches Menschenbild. Unsere Kindertagesstätte will alle Kinder ihren individuellen Möglichkeiten entsprechend in ihrer gesamten Persönlichkeit fördern. Um die Entfaltung und Förderung aller menschlichen Bereiche, Körper, Seele und Geist sind wir bestrebt.

Das Üben und Erlernen von Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme ist die Grundlage menschlichen Zusammenlebens. Wenn ein Kind angenommen ist und sich geborgen fühlt, kann es im Spiel seine Umwelt erforschen. Kinder haben ein großes natürliches Bedürfnis nach Bewegung.

Spiel von Kindern ist keine Verhaltensgymnastik, sondern der Versuch, Einschränkungen und Eindrücke aus der Realität aufzuarbeiten und auszugleichen. Die Bewältigung selbst gestellter Anforderungen steigert die Funktionslust und lassen Erkenntnisdrang, Kreativität sowie Phantasien wachsen.

Beobachten und Dokumentieren Resultierend aus Situationsorientiertem Handeln, d. h. Ideen der Kinder aufgreifen und in den Gruppenalltag aufnehmen. Begleitend dazu arbeiten wir mit Portfolios („Ich-Buch“) für jedes Kind.
Freispiel und angeleitetes Spiel im Wechsel Das Spiel entwickelt sich aus dem Grundbedürfnis jedes Kleinkindes, seine Umwelt zu erkunden und allmählich zu beherrschen. Gelingt eine selbst gefundene Handlungsstrategie, empfinden Kinder Freude und Befriedigung, weil sie bei der Auseinandersetzung mit der Welt Zeit und Vorgehen selbst bestimmen und so eigene Wirksamkeit erleben.
Entscheidend ist, dass der Lebensraum, die soziale Umgebung und die Spielmaterialien den Kindern kontinuierlich neue Anregungs- und Betätigungsmöglichkeiten bieten. Übungen und Spiele, in denen verschiedene Gegenstände nach ihrer Beschaffenheit, Form, Farbe oder Funktion verglichen oder geordnet werden können.
Struktur und Rituale im Tagesablauf geben den Kindern Sicherheit und helfen ihnen, sich zu orientieren, ihre eigenen Bedürfnisse und Befindlichkeiten wahrzunehmen und mitzuteilen. Diese finden sich im Tagesablauf wieder, wie z. B. Begrüßungs- und Sing- und Spielkreis, der den Kindern signalisiert, dass etwas gemeinsam gemacht wird, wie z. B. besprochen, gespielt, gesungen.
Altersgemäße Projekte z.B. Farben kennen lernen; thematisiert im Sitzkreis, erklären der Farben, bestimmen von Farben anhand von Dingen aus dem Alltag, lesen eines Buches zu diesem Thema, basteln und malen.
z.B. Jahreszeitliche Projekte wie : „Tiere im Winter“, „Die Natur erwacht im Frühling“, „Wasser und Sonne im Sommer“ und „Farben und Früchte im Herbst“.Genauso wie die Grobmotorik muss sich auch die Feinmotorik entwickeln. Wir geben Anregungen zum Basteln, Werken und Spielen, d.h. die Kinder basteln, malen, bauen zum geturnten Thema. Es ergibt sich so eine ganzheitliche Erfahrung mit allen Sinnen und in allen Bereichen (Körper, Material, Raum, Soziales).
Feste begehen z.B. „Geburtstage“, Sommerfest, Herbstfest oder Adventsnachmittag.
Singen und Musizieren Erlernen von Finger-, Sing- und Tanzspielen.

Die musikalische Erziehung ist hilfreich und wichtig, um das Kind zu ermuntern Gefühle und Bedürfnisse auszudrücken. Außerdem fördert sie die Sprachentwicklung.

Experimentieren Der Geist als Teil des Menschen umfasst den gesamten kognitiven Bereich. Wichtig ist es, dass auch die intellektuelle Entwicklung eines Kindes gefördert wird. Es muss fragen, probieren und experimentieren können mit unterschiedlichen Elementen und Materialien, wie z. B. Wasser, Sand, Erde, Knete, Salzteig u. ä.
Bewegung als ein Ort der Lebendigkeit Der körperliche Aspekt umfasst die Grob- und Feinmotorik des Kindes sowie den gesamten Bereich der Gesundheitserziehung.

Turnen unter Rücksichtnahme des jeweiligen Entwicklungsstandes des Kindes im Gruppenraum mit unterschiedlichen Materialien, wie z. B. Trampolin, Turnmatten, Bällen, Kriechtunnel oder Schwungtuch eingebunden in einen Bewegungsparcours.

Gruppenübergreifende Angebote Gemeinsame Feste, gemeinsames Frühstück, Bewegungsangebote, Begegnungen mit den Bewohnern aus der benachbarten AWO-Residenz und Liederkreis.
Vorbereitung auf den Kindergarten Erlernen feinmotorischer Fähigkeiten, z.B. Umgang mit Stift und Schere, Kleber u. ä.

Selbstständigkeit und Gemeinschaftssinn sind Ziele unserer pädagogischen Arbeit. Wir wollen diese Ziele erreichen, indem kleine Schritte wiederholt und geübt werden.

Pädagogische Aufgaben der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

  • Wöchentliche und monatliche Planung, Durchführung und Reflektion der pädagogischen Arbeit und Arbeitsweise
  • Praktische Umsetzung sowie Reflexion des pädagogischen Konzepts
  • Berücksichtigung der Bedürfnisse und Probleme einzelner Kinder
  • Führen von Elterngesprächen
  • Materialbeschaffung und Einkauf
  • Planung von Festen und Aktivitäten während der Betreuungszeit
  • Verantwortliche Anleitung zusätzlicher Mitarbeiterinnen
  • Raumgestaltung
  • Thematische Vorbereitung der Elternabende
  • Umsetzung von Anschaffungsideen in Absprache und Zusammenarbeit mit der Koordinationsgruppe oder dem Elternabend
  • Halbjahresplanung (inhaltlich/organisatorisch) und Reflektion: für das 1.Halbjahr – 1 Tag vor der Weihnachtsschließzeit und für das 2. Halbjahr – außerordentliche Teamsitzung vor den Sommerferien

Studientage – Fortbildung
Im Interesse der Kinder und Eltern entwickeln wir unsere Angebote und Leistungen stetig weiter. Dafür stehen unserer Einrichtung 2 Studientage pro Jahr zur Verfügung, die für interne Konzeptentwicklung, Reflexionen oder Fortbildung zu verschiedenen pädagogischen Themen genutzt werden. Begleitend dazu finden jährlich abwechselnd Erste-Hilfe-Kurse am Kind sowie Brandschutzunterweisungen statt.

Das pädagogische Personal hat darüber hinaus die Möglichkeit, durch externe Fortbildungen ihre Fachkompetenz zu erweitern.

Elterninformation über die kindliche Entwicklung

  • Einzelgespräche, Gesprächsnachmittage, Übergabegespräche
  • Austausch über Entwicklung und Verhalten der Kinder, Unterstützung bei der Erziehung
  • Dokumentation: Mitarbeiter, Kinder und Eltern führen ein „Ich-Buch“ (Entwicklungsbegleiter) während der gesamten Zeit in der Krippe.